Es sind die kleinen Dinge...

... im Leben, die glücklich machen.

Wie oft habe ich diesen Spruch gelesen. Wie oft habe ich ihn aus dem Mund meiner Mutter hören müssen. Als ich noch ein Teenager war, fande ich ihn furchtbar, ja regelrecht unverständlich!
Ich wollte oder eher wünschte mir immer das Beste, das Größte, das Schönste. Wenn das alle haben, dann will ich es auch, nur eben besser.

Aber wer kann es einem verübeln? Ich denke, man lernt erst mit dem "Erwachsenwerden" Dinge zu schätzen. Wenn man sein selbstverdientes Geld in den Händen hält. Sich das erste Mal so richtig etwas gönnt und dabei zu wissen "das habe ich mir verdient."

Doch nach all dem Konsum. Nach all dem Streben das Beste, das Größte, das Schönste zu haben, kommt irgendwann die Leere. Ihr kennt das Gefühl sicherlich. Man schwärmt pausenlos von einer bestimmten Sache. Sei es die neuen Yogatights oder doch die Designertasche. Sobald man es in den eigenen Händen hält, flacht der Glücksrausch ganz schnell wieder ab. Man ist glücklich, aber irgenwie fühlt man sich nicht erfüllt. Aber warum ist das so? Müsste ich nicht der glücklichste Mensch der Erde sein? Nein, irgendwie nicht. Irgendwie ist doch alles so wie vorher.

Was ich in all den Jahren gelernt habe? Meine Mutter hatte recht, mit dem was sie sagte.
Es sind eben die kleinen Dinge im Leben, die glücklich machen.

Es  ist der Lieblingskuchen, von Oma, zu deinem Geburstag gebacken.
Es sind die wärmenden Sonnenstrahlen nach einem langen Winter.
Es sind die Oliven mit dem Brot und dem Wein an einem lauen Sommerabend.
Es ist der erste Kaffee an einem Montagmorgen.
Es ist das gemeinsame Kochen und Essen genießen.
Es ist die eiskalte Fanta nach einem langen Arbeitstag.
Es ist das Lachen und Weinen in schönen und berührenden Momenten.
Es ist der Geruch von Meer, das Salz auf der Haut, der Sand zwischen den Zehen.
Es sind die langen Gespräche mit der besten Freundin.
Es sind die Erinnerungen, die wir sammeln.
Es ist die Vorfreude auf einen besonderen Tag.
Es ist die warme Bettdecke am frühen Morgen, die so schön raschelt.
Es ist das Danke. Das Bitte. Das "Es tut mir Leid". Das "Ich-hab-dich-lieb." Das Verzeihen.
Es ist das "Schwelgen-in-alten-Zeiten", dank Papas alten Fotos.
Es ist die Nachricht von Mama, dass sie an mich denkt.
Es ist eben, wie sie sagte.

Die kleinen Dinge im Leben. Die machen uns glücklich.




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